Haben Sie sich jemals gefragt, wie wir uns von unseren Liebsten verabschieden können, ohne dabei der Natur zu schaden? Der Gedanke an den letzten Abschied ist oft schwer. Doch was wäre, wenn es einen Weg gäbe, der nicht nur sanft und respektvoll ist, sondern auch die Umwelt schützt? Die Aquamation – für verstorbene Menschen auch als Lavation bekannt – bietet genau das: Die Wassereinäscherung als eine nachhaltige Alternative zur herkömmlichen Bestattung.
Dieses wasserbasierte und sehr behutsame Verfahren, das auf einem natürlichen Prozess beruht, übertrifft die Feuerbestattung vor allem in puncto Klima- und Umweltschutz. Es spart erhebliche Mengen an Energie, reduziert Emissionen und ermöglicht eine nachhaltigere Bestattung.
Stellen Sie sich vor, wie ein Fluss sanft über Steine fließt und sie über Jahrtausende hinweg formt. Genau so arbeitet die Aquamation – nur in einem beschleunigten Prozess. Bei dieser Methode wird der Körper in einer warmen Wasserlösung aus Mineralien und unter leichtem Druck aufgelöst. Dabei werden die natürlichen Prozesse der Zersetzung nachgeahmt, die sonst in der Erde oder bei einer Feuerbestattung stattfinden würden. Das Ergebnis? Reine, mineralische Asche.
Ja! Ähnlich wie bei der Feuerbestattung verbleiben Knochenreste, die zu „Weißer Asche“ vermahlen und in einer Urne aufbewahrt werden können. Zusätzlich entsteht eine mikrobiologisch sterile Flüssigkeit, die nach einer sorgfältigen Filterung bedenkenlos in den Wasserkreislauf zurückgeführt wird.
Die alkalische Hydrolyse überzeugt durch deutliche Energievorteile gegenüber der klassischen Feuerbestattung. Eine Lebenszyklusanalyse der TNO im Auftrag von Yarden Holding (Keijzer & Kok, 2011) bewertet die Resomation in nahezu allen untersuchten Umweltparametern besser als die gasbetriebene Feuerbestattung und beziffert den Energieverbrauch auf rund 90 kWh pro Zyklus. Gleichzeitig entstehen bei einer Wassereinäscherung keinerlei schädliche Emissionen.
Die alkalische Hydrolyse neutralisiert sämtliche Schadstoffe, sodass die Umwelt nicht durch Medikamente oder andere Rückstände belastet wird. Hiermit setzen wir ein Zeichen für eine nachhaltige und würdevolle Tierbestattung. Feuerbestattung signifikant reduzierte Energieeffizienz
Die Aquamation wird oft als besonders würdevoll empfunden, weil sie den natürlichen Kreislauf des Lebens respektiert. Es ist ein Abschied im Einklang mit der Natur – leise, friedlich und ohne Spuren zu hinterlassen.
Ein weiterer Vorteil: Die Methode ist frei von Flammen und großer Hitze, was für viele Menschen tröstlich ist. Sie symbolisiert einen Übergang, der sanfter kaum sein könnte. Es ist fast so, als würde man einen geliebten Tier dem Wasser anvertrauen – einem Element, das für Leben, Reinheit und Erneuerung steht frei von Flammen und großer Hitze
Es ist die natürliche Fortführung dessen, was bei der traditionellen Bestattung ohnehin geschieht. Der Körper kehrt in den Kreislauf zurück. Auch bei der Kremierung wird der Körper in organische Substanzen zurückgebracht. Durch das wandelnde Verständnis von Umweltbewusstsein sollte jeder seine eigene Überzeugung hinterfragen. Dieser Diskurs ist sehr wertvoll.
für die Aquamation Ihres Tiers
Unsere Preise richten sich nach der Größe bzw. nach dem Gewicht Ihres Tieres. Zusätzlich unterscheiden wir zwischen Einzel- und einer Gemeinschaftsaquamation.

„Als wir zum ersten Mal von der alkalischen Hydrolyse hörten, waren wir skeptisch. Eine Bestattungsmethode mit Wasser? Das klang zunächst ungewohnt. Doch je mehr wir uns damit beschäftigt und auseinandergesetzt hatten, desto mehr berührte uns die Idee und die Wirkung dahinter. Dementsprechend konnten wir selbst ein zwischenzeitlich patentiertes Verfahren und die technische Anlage dafür entwickeln.
Heute ist die Aquamation für uns nicht nur eine Alternative – sie ist ein Statement für Nachhaltigkeit und eine bewusste Entscheidung für die Zukunft unseres Planeten.
Wir alle hinterlassen Spuren – im Leben und darüber hinaus. Mit der Aquamation haben wir die Möglichkeit, diese Spuren so klein wie möglich zu halten und dennoch einen würdevollen Abschied zu gestalten. Für mich persönlich fühlt sich das wie ein letzter Liebesdienst an unsere Erde an.“
Möchten Sie noch mehr über diese innovative Methode erfahren?
Wir stehen Ihnen gerne zur Seite, beantworten Ihre Fragen und begleiten Sie auf diesem besonderen Weg des Abschieds.
Die rechtliche Anerkennung der alkalischen Hydrolyse (auch Aquamation oder Resomation) nimmt weltweit zu. In Nordamerika ist das Verfahren für Menschen und Tiere in mehreren US-Bundesstaaten und kanadischen Provinzen gesetzlich zugelassen. In Europa erfolgten erste Legalisierungen für die Humanbestattung, so beispielsweise 2023 in Irland. In Ländern wie Großbritannien und der Schweiz werden Schritte zur gesetzlichen Zulassung unternommen, während sich die Methode in vielen anderen europäischen Staaten noch in der rechtlichen Prüfungsphase befindet.
In Deutschland ist die alkalische Hydrolyse für die Humanbestattung derzeit (Stand: Juni 2026) nicht gesetzlich zugelassen. Betreiber von Pilotanlagen streben behördliche Genehmigungsverfahren auf Länderebene an, um die Bestattungsform für Menschen rechtlich zugänglich zu machen. Eine entsprechende politische beziehungsweise gesetzgeberische Entscheidung steht noch aus.
Der Landtag von Schleswig-Holstein hat laut enzyklopädischer Darstellung zur alkalischen Hydrolyse als Bestattungsart 2023 Pilotversuche autorisiert, während das Sozialministerium Baden-Württemberg bislang keine Absicht signalisiert, eine neue Bestattungsform zuzulassen.
Im Bereich der Tierbestattung erfolgte Ende 2024 die erste behördliche Zulassung in Deutschland. Eine Anlage des Anbieters dank & treu in Schwäbisch Hall wurde nach behördlicher Prüfung für die Bestattung von Haustieren und Pferden mittels alkalischer Hydrolyse genehmigt. Damit existiert in Deutschland ein erster rechtlicher Rahmen für die Anwendung dieses Verfahrens in der Tierbestattung.
Das Verfahren der alkalischen Hydrolyse beschleunigt den Zersetzungsprozess, der natürlicherweise im Erdreich stattfindet, unter Einsatz von Wasser und basischen Lösungen. Der technische Ablauf gliedert sich im Wesentlichen in folgende Phasen: